Geschichte Elektrowaren – in Dresden Weixdorf

Am 15.3.1934 gründete der Elektro-Ingenieur und Elektromeister Helmut Schöne die Firma als Installationsbetrieb.

Zuerst hatte die Firma ihren Sitz auf der Carolastraße in Weixdorf (der heutigen Paul-Wicke-Str.) in einem Nebengebäude (Schuppen). Helmut Schöne führte die Reparatur- und Installationsaufträge aus, während seine Ehefrau Elli die Buchführung erledigte und mit Hausbesuchen versuchte, Geräte wie z. B. Staubsauger zu verkaufen.

Mit der Zeit wurden größere Geschäftsräume notwendig, weshalb sich Helmut Schöne entschloss, an der Straßenbahn-Endhaltestelle ein Haus zu bauen, in dem ein Ladengeschäft errichtet wurde. Eine Interims-Werkstatt wurde im Keller eingerichtet, die Pläne für ein größerers Nebengebäude mit Werkstatt und Garage waren fertig.

Ehe das Nebengebäude gebaut werden konnte, kam der 2. Weltkrieg. Helmut Schöne wurde eingezogen, das Geschäft vorübergehend geschlossen.

Nach Ende des Krieges öffnete Elli Schöne den Laden wieder. Als Helmut Schöne aus der Kriegsgefangenschaft kam, wurde auch der Installationsbetrieb wieder aufgenommen und einige Gesellen eingestellt.

Wegen der besonderen Situation in der DDR mussten später die Gesellen entlassen werden und Helmut Schöne arbeitete als Alleinmeister weiter. Nur so konnte er verhindern, dass sein Geschäft einer Produktionsgenossenschaft angeschlossen wurde. Das Ladengeschäft wurde dann als Kommissionshandel der Konsum-Genossenschaft weitergeführt, weil ein Selbständiger ohne Vertrag absolut keine Ware zum Verkauf erhielt.

Im Jahre 1976 sollte das Geschäft dann aus Altersgründen geschlossen werden. Der Sohn des Ehepaars Schöne, der als Diplom-Physiker an der Technischen Universität Dresden arbeitete, bekam aus politischen Gründen seinen Arbeitsvertrag nicht verlängert und übernahm kurzentschlossen den Kommisionshandelsvertrag seines Vaters.

Ab 1977 wurde die Firma Elektro-Schöne als Handelsgeschäft mit Dienstleistungen von Johannes Schöne mit seiner Ehefrau Monika betrieben. Im Jahre 1990 kaufte Johannes Schöne den gesamten Restbestand der DDR-Ware dem Konsum ab und führte ab sofort ein selbständiges Elektro-Unternehmen. Er stellte seinen Sohn Haiko, der eine Ausbildung als Elektromonteur erfolgreich abgeschlossen hatte, ein.

Der alte Laden wurde schnell zu klein, weshalb ein Anbau geplant wurde, der 1992 fertiggestellt werden konnte. Wegen der besonderen Situation an der Straßenbahn-Endhaltestelle wurde das Geschäft mit vielen Schaufenstern ausgestattet. Die Neueröffnung am 22. November 1992 war ein voller Erfolg, Monika Schöne musste in der ganzen Nachbarschaft Vasen borgen, um die vielen Blumen unterzubringen. Am Eröffnungstag waren Verkaufsberater von AEG und MIELE vor Ort und der Umsatz zum Vorjahr verdoppelte sich.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der gesamten neuen Bundesländer waren natürlich auch in Weixdorf spürbar, zumal nach den Umbauten die Bankbelastungen enorm stiegen. So war es für die Firma hilfreich, dass sich Haiko Schöne eine neue Herausforderung suchte und somit die Personalsituation entlastete.